Das Wetter sah nicht wirklich erquicklich aus, aber da es nicht kalt war, dachte die Felllose, dass wir es wagen! Sie hat noch schnell zwei Regenmäntel von Bilbo aus einer Kiste vom Speicher geholt und in ihren Mantrail-Rucksack gestopft… Ich war nicht sehr begeistert zu früher Stunde schon aufzubrechen, aber die holde Weiblichkeit hatte beschlossen gleich mehrfach läufig zu werden und somit blieb uns nur die erste Gruppe beim Mantrailen bei Souldogs-Duisburg – mitten in der Nacht, um 9:30 Uhr.🥱 Nicht meine Uhrzeit, aber ansonsten hätten wir gar nicht losziehen brauchen, denn dann wäre ich zu gar nichts mehr zu gebrauchen gewesen. Die Gerüche am Wegesrand sind gerade schon Herausforderung genug…
Kaum saßen wir im Auto, fing es an zu regnen. Sicherheitshalber durfte ich dann neben dem verhassten Geschirr auch noch ein riesiges, neon-oranges Zelt mit mir rumtragen. Das Regenmantel-Zelt war bei Bilbo schon etwas reichnlich, aber ich bin drin ersoffen.😎 Gut, dass mein Posthörnchen es zumindest auf dem Rücken fixiert hat! Die Felllosen hatten ihren Spaß an mir 🤪 und ICH war dem Wettergott mehr als dankbar, das Teil nach kurzer Zeit loszuwerden, denn es wurde und blieb trocken! Man muss auch mal Glück haben!
Nachdem die Kleiderordnung dann geklärt war, konnten wir loslegen. Wir haben uns beim Hochseilgarten an der Regattabahn in Duisburg getroffen. Das Gelände scheint gern für Gassirunden genutzt zu werden, aber in den Bäumen turnte gerade niemand rum – Winterpause. Dafür war die Hundedichte relativ hoch, was noch eine zusätzliche Schwierigkeit bei meinem ersten Trail darstellte: folge ich der Spur oder tu‘ ich nur so und geh mal „Hallo“ sagen? 🤭 Gehören die Hunde da hinten vielleicht zu uns und der Runner versteckt sich hinter dem Baum? 🤔
Auf dem Weg der Bewegung wurde man manchmal arg ausgebremst! 🤣

Vor uns lief ein riesiger Schäferhund frei – in Zeitlupe und ich war recht flott unterwegs. Der drehte sich auch immer wieder zu uns um und blieb stehen, um zu warten. Der zugehörige Felllose schlenderte weiter und blieb weder stehen, um uns vorbei zu lassen, noch gab er mal etwas Gas. Eine Kreuzung hatte mich kurz überlegen lassen, was ihnen einen minimalen Vorsprung verschaffte, aber dann schlossen wir direkt wieder auf und die Felllose musste mich bremsen, was ihr gar nicht gefiel. Natürlich krochen sie dann auch im Schneckentempo auf einem Trampelpfad weiter, den ich auch nehmen wollte… Es kam das Kommando „Pause!“, aber ich war doch ziemlich im Suchmodus und so wollte die Felllose mich nicht lange in der Pause lassen, um mich nicht zu frustrieren. Nachher hätte ich mich wieder Rüdendingen gewidmet und sie hätte den Runner selbst suchen müssen! Da der immer näher kam, wollte ich immer schneller werden. Schließlich blieb der Schäfi-Felllose noch auf Runnerhöhe stehen, um ein Quätschchen zu halten. Die Versteckperson hat ihn dann aber schnell verscheucht. Die Felllose hörte ihn nur „Der daaaaa?“ fragen, als ob wir zu dusselig für solche Aufgaben wären… 🙄 Pfffff! Nicht nur ein Schäfertier kann arbeiten! Die Felllose war jedenfalls seeeehr zufrieden mit mir und ich inhalierte meine gerechte Thunfisch-Belohnung – diesmal außerhalb der Einflugschneise! 😁
Bei unserem 2. Trail war nicht mehr viel los.

Der geteilte Hund! 😂

Heute scheint der Tag der Kreuzungen gewesen zu sein!

Schön ausarbeiten… – bis die gemeinen Vögel alle weg sind und ich freie Bahn habe! 😇


Da geht’s lang!

Während ich sonst schon mal beim 3. Trail ziemlich platt bin, habe ich heute noch mal richtig Gas gegeben!
Schon wieder Kreuzungen…

Da oben klettern sonst die Felllosen lang und ich kann hier unten Gas geben.

Wir waren dann noch zum Schluss die Runner und da die Felllose sich am Parkplatz verstecken sollte, konnte ich es mir schon mal im Auto gemütlich machen. Die Felllose hat sich gefreut, wie motiviert ich wieder unterwegs war. Sie hatte befürchtet, dass ich mich mehr für andere Gerüche 😍 interessiere…
Fotos: Tabea Furche





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