Yoshua entdeckt seine Welt

Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden.

Mark Twain

Mantrailen im Hauswald

Diesmal war herrliches Wetter: die Sonne schien und es war trotzdem noch frisch! So mag ich es, denn ich habe mir heute mein „🚀abzeichen“ erworben!🤣 Vielleicht lag meine Schnelligkeit aber auch daran, dass wir in unserem Hauswald unterwegs waren, wo ich mich auskenne und bestimmt JEDEN Baum schon mal persönlich markiert habe!😆
Getroffen haben wir uns auf dem Uni-Parkplatz. Von dort aus ging es auch los. Wir waren die ersten Versteckpersonen und liefen erst mal Richtung Brücke, die über eine Bahnlinie und die vielbefahrene A3 führt. Da versteht man oft sein eigenes Wort nicht, so laut ist das. Die ehemalige Fußgängerbrücke vom Zoo, die jetzt eine normale Fußgängerbrücke ist, die vibriert manchmal sogar, wenn man drüber läuft. Die hier ist zum Glück stabiler, denn das ist schon ein bisschen spooky. Aber ich kenne das ja und somit war die Überquerung kein Probblem.
Auf der anderen Seite bogen wir ab in den Reitweg, in dem die Felllose in den mindestens 40 Jahren, wo sie hier rumläuft, noch nie ein Pferd getroffen hat. Dann ging es ein Stück in den Wald rein und die Felllose hockte sich hinter einen Baum und Ilex, sodass sie nicht sofort zu sehen war. Ich hab auch nix verraten und hab‘ die Klappe gehalten – naja, meistens zumindest, denn Warten ist echt nicht meine Paradedisziplin! 😎
Dann hatte ich meinen ersten Trail. Es ging weiter den Reitweg lang – also eigentlich immer geradeaus.
Ich bin zwar recht flott unterwegs, bleibe aber immer mal wieder stehen und drifte etwas in den Wald ab. Es ist ein bisschen windig und der wirbelt wohl die Moleküle durch die Gegend. Natürlich suche ich wieder mit hoher Nase… und den Augen 😏. Als ich Tabea sehe, denke ich tatsächlich erst, wir wären schon da… Die Felllose meint, dass käme dadurch, dass ich wieder nicht richtig an der Tüte gerochen hätte… 🙃
Wir sind da! – Nee! 🙄 Weiter…

Na gut! Aber durch das Gestrüpp geh ich nicht!

Wir kommen zu einer Kreuzung, wo sich gerade auch noch viele Felllose tummeln. Sie haben sogar einen Bollerwagen mit Esswaren dabei – seeeehr interessant! 😁

Da muss ich all meine grauen Zellen zusammennehmen, um die Kreuzung auszuarbeiten und direkt nach der Kreuzung den Abzweig in den Reitweg nicht zu verpassen, denn die interessanten Felllosen gehen einfach geradeaus weiter… Ich schwenke ab und dann folgt sofort wieder ein Abzweig in einen Trampelpfad, wo nach ein paar Metern unser Opfer wartet.

Puh! Ich war ganz schön flott unterwegs und es war auch eine ganz schön lange Strecke, so dass ich mir meine Stärkung aus Thunfisch redlich verdient habe. Wir gehen zwar aus der Einflugschneise, aber wohl nicht weit genug.🫣 Da ich immer noch nicht gesittet meine Belohnung fressen kann, bleiben wohl ein paar Krümel übrig und so fand eine Mitstreiterin wohl die Krümel, ignorierte aber erst die Versteckperson. Ä-hem, tja… 😳 Wir versuchen dran zu denken, nur noch HINTER dem Opfer zu belohnen – versprochen!!!
Die Zeit des Wartens auf den nächsten Trail vertreiben wir uns mit ein bisschen Kneipen in den Pfützen der Umgebung und einen Bach suchen wir auch auf. Unser nächster Trail fängt ganz schön haarig an: wir müssen ein Stück auf dem alten zurück und dann weiter der frischen Spur folgen, denn die läuft parallel zur alten. Ich bin richtig gut drauf und die Felllose fliegt quasi hinter mir her – Leine voll auf Zug. Allerdings erweist sie sich eher als Anker, denn mit Rennen bergauf hat sie es anscheinend nicht so! 😂
Ausgebremst…


Ich schwenke in den Wald, aber die Felllose will nicht hinterher. Sie möchte nicht die Abkürzung querfeldein nehmen und lieber auf dem Weg bleiben.

Jetzt bin ich schon ganz schön fertig und habe Schwierigkeiten im dritten Trail in den Suchmodus zu kommen. Leute sitzen auf der Bank, Hund und Kinder kommen uns entgegen – es ist ganz schön was los heute im Wald. Da wird die Leine auch mal eingekürzt, um niemanden zu belästigen. Dann steht auch noch ein Team als Verleitung an einer Kreuzung vor der Brücke. Das hat mich echt kurz völlig raus gebracht!
Schließlich entscheide ich mich für die Überquerung der Brücke…


…möchte dann aber immer die Böschung runter, wo die Felllose sich wieder sperrt. Das Opfer habe ich in der Nase, aber ich soll den Weg nehmen, den es auch gegangen ist!
Da geht’s rum Richtung Uni-Parkplatz!

Neben meiner zeitweise raketenartigen Geschwindigkeit, gab es noch ein Novum heute: ich konnte mich im Geschirr hinsetzen – sogar mit Beweisfoto! 🤣

Man, war ich fertig, dass ich glatt vergessen habe, dass ich das doch im Geschirr gar nicht mache – egal, ob es Thunfisch gibt oder nicht. 🤭 Den Nachmittag habe ich komplett verpennt!
Fotos: Tabea Furche

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